5 Gedanken zu „Die Grenzen des Urheberrechts“

  1. Wieso totalrevidiert? Collagen und Zitate in der Kunst sind ja auch nichts Neues. Zudem dürfte Herr Kreidler von der Musikindustrie profitieren; Einnahmen für Urheberrechte werden nämlich durch die „Grossen“ quersubventioniert. Und das ist gut so!

  2. Die Avantgardemusik (z.B. Charles Ives, B. A. Zimmermann, Schnittke) hatte bis anhin keine Mühe und keine Klagen wegen Zitaten. Die Populärmusik schon eher, weil eine Melodie der anderen ähnlicher sieht. Das ist wohl eher mangelnder Originalität zu verdanken. Herr Kreidler schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn er etwas zu einem allgemeinen Problem hochstilisiert, was nicht wirklich eines ist. Ich als Urheber geistigen Eigentums fände es jedenfalls eine Frechheit, wenn ich – im Gegensatz zu Markenartikel etc. – für eine eigene Idee, in die ich viel Arbeitszeit investiere, nichts mehr bekommen würde, nur weil in einzelnen Kunstwerken die Grenze zwischen „eigen“ und „fremd“ in Frage gestellt wird…

  3. Es gibt Leute (z.B. aus dem Liberalen Institut), die argumentieren, dass geistiges Eigentum in der Kunst absurd ist und solche Ideen niemandem gehören sollen. Gerne wird zur Betonung der vermeintlichen Absurdität auf die Zitatentechnik oder die Patentierung von natürlichen Gütern (z.B. Gene) verwiesen. Diese Haltung übersieht m.E., dass geistiges Eigentum die notwendige Bedingung für Eigentum generell ist und nicht umgekehrt. Auch Marken und materielle Konsumgüter setzten einen geistigen Akt, der sie zum Eigentum deklariert, voraus.

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