Mit Fundis zusammenspannen erlaubt?

Michael Jäger wirft eine interessante Frage auf: Darf man für die Durchsetzung eines politischen Anliegens mit Leuten zusammenspannen, dessen Weltanschauungen man ablehnt? Konkret geht es darum, dass im Referendumskommitee gegen die biometrischen Pässe auch Sektenmitglieder sind, ausserdem Politiker von sehr links bis sehr rechts. Müsste man sich abgrenzen?

Ich finde: Für ein Sachanliegen kann man durchaus alle Kräfte mobilisieren, aus welchen Gründen auch immer sie für die gleiche Sache kämpfen. Wenn man so eine Mehrheit der Bevölkerung erreicht, ist das eine genauso legitime Mehrheit. Problematisch finde ich hingegen, wenn man damit kalkuliert, sich von Leuten wählen zu lassen, deren Anschauungen man nicht teilt. Meines Erachtens hat das die SVP in letzter Zeit gemacht, indem sie sich nicht gegen rechts abgegrenzt hat. Vielmehr hat sie so Werbung gemacht, dass sie auch für extrem rechte wählbar wird. Das ist nicht ganz ok.

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