Was ist der Unterschied zwischen Surprise-Verkaufen und Betteln?

Surprise-Verkäufer stehen den ganzen Tag an einem belebten Platz und hoffen, dass einer der Passanten Mitleid hat und ihm ein Strassenmagazin abkauft. Durchschnittlich 4 Mal pro Stunde haben sie Erfolg. Die Tätigkeit unterscheidet sich vom Betteln minimal – wird aber von den Initianten mit «Arbeit. Selbstvertrauen. Perspektiven.» in ein positives Licht gerückt. Von Selbstvertrauen spüre ich selten etwas, wenn ich einem Surprise-Verkäufer begegne.

Wenn die SBB nun die Surprise-Verkäufe zusammen mit anderen Promotionsaktivitäten einschränken will, geht ein Aufschrei durch die Leserbriefspalten, Leserkommentare und verschiedene Blogs. Natürlich sind die Verkäufer kein grosses Problem, da sie nicht aggressiv auftreten. Aber ich sehe auch nicht, wieso man sie und ihre «sinnvolle Beschäftigung» verteidigen sollte. Es muss doch bessere Lösungen geben, solche Leute zu beschäftigen und Perspektiven zu bieten?

3 Gedanken zu „Was ist der Unterschied zwischen Surprise-Verkaufen und Betteln?“

  1. Da gebe ich dir sogar ein Stück weit recht. Nur ist mir das Surprise im Gegensatz zu anderen «Beschäftigungsprogrammen» noch um einiges sympathischer. Sympathischer zumindest als private Firmen, die sich subventionstechnisch durchaus genüsslich an der Notlage Arbeitsloser weiden. Soll ich ein paar Namen nennen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.