Big Brother Awards – die Sieger!

Heute wurden die schweizerischen Big Brother Awards 2008 verliehen. Mit diesem Negativpreis werden Personen und Organisationen ausgezeichnet, die die Privatsphäre und den Datenschutz nicht respektieren. Heute wird es immer schwieriger, sensible Daten zu schützen und immer einfacher, sie zu sammeln und an unberechtigte Personen weiterzuleiten. Das sind die grössten Schnüffelratten dieses Jahres:

  • Die «Fachgruppe 9» der Basler Staatsanwaltschaft mit Jörg Möschli und seinem vorgesetzten Staatsanwalt Beat Voser erhielt den Big Brother Award in der Kategorie Staat für die Fichierung der kurdisch-türkisch-stämmigen Grossratsmitglieder. Nur, weil über sie in einer PKK-nahen Zeitung berichtet wurde, kamen sie ins Visier des Staatsschutzes. Dies ist in einem freiheitlich-demokratischen Staat höchst fragwürdig.
  • Die Abteilung Investigations Services der Securitas AG mit Samuel Spreng, Eigentümer und VR-Präsident sowie Reto Casutt, Generalsekretär Securitas, erhielt den Big Brother Award in der Kategorie Business dafür, dass sie im Auftrag der Nestlé einen Spitzel in die Gremien der globalisierungskritischen Organisation Attac eingeschleust hat.
  • Die Krankenkasse CSS erhielt den Award in der Kategorie Arbeitsplatz für ihre Dienstleistung, bei kranken Angestellten anderer Firmen mit Telefonanrufen und Hausbesuchen zu überprüfen, ob sie wirklich krank sind.
  • Kurt Trolliet, Staatsschutzbeamter bei der Kantonspolizei Bern, schliesslich «gewann» den Preis für das Lebenswerk, insbesondere für die Verhaftung von zwei Journalisten anlässlich der Berner WEF-Demo am 19. Januar 2008

Der Publikumspreis, der ein besonderes Engagement gegen Überwachung und Kontrolle auszeichnet, also der einzige Positivpreis ist, ging an das «Bündnis Luzern für alle» für ihren Widerstand gegen Videoüberwachung und Rayonverbote.

Aber Leute, keine Panik! Extra 3 weiss, wie man seine Daten «ein für allemal» schützen kann:

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