Stromlücke, Uranlücke

«Stromlücke» hat das Zeug, zum Unwort des Jahres zu werden. Zweifelt jemand daran, dass der Schweiz eine «Stromlücke» bevorsteht? Die Schweiz würde bald mehr Strom brauchen als produzieren und sich dadurch abhängig vom Ausland machen.

Diese Situation könne man nur entschärfen, indem man neue Grosskraftwerke baut – Atomkraftwerke. Und weil die Stromlücke schon vor der Fertigstellung eines neuen AKWs eintritt, braucht es zur Überbrückung Gaskombikraftwerke.

Aber: Ist man mit AKWs und Gaskraftwerken unabhängig? Woher kommt denn das Erdgas und das Uran? Hat man denn noch nicht gemerkt, dass man sich mitten in einer riesigen Uranlücke befindet? Ganz zu schweigen von den Abhängigkeiten, die wir mit dem Atommüll den nächsten 20’000 Generationen auferlegen.

Wieso gerade beim Strom die Import-Export-Bilanz null betragen soll, und bei allen anderen Gütern nicht, soll mir bitte einmal jemand erklären. Wenn schon, sollte man grundsätzlich mehr Unabhängigkeit von ausländischer Energie anstreben – und wohl am einfachsten beim Erdöl anfangen.

2 Gedanken zu „Stromlücke, Uranlücke“

  1. unwort des jahres „Stromlücke“? – hey, wie wär’s mit „CHANGE“! denn wie sagte doch schon vor langer langer zeit ein kluger italiener: man muss alles ändern um nichts zu ändern…

  2. OK, international gesehen finde ich «Change» einen guten Vorschlag. Als Worthülse aller möglicher divergierender Hoffnungen und Illusionen. Auch Bush brachte Change. Change an und für sich hat keinen Wert.

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