Es sollte mehr Rudolf Strahms geben

Während alle aus der Finanzkrise dem Populismus verfallen und mit kurzsichtigen Forderungen Profit herauszuschlagen versuchen, bleibt er der Antipopulist in Person: Er warnt vor unbeabsichtigten Folgen der Abzocker-Initiative. Mit Argumenten, die während einer ganzen Arena-Sendung nicht zur Sprache kamen. Nicht gerade das, was man von einem SP-Politiker erwarten würde. Es sollte mehr Rudolf Strahms geben in der Schweizer Politik.

(Bildquelle)

2 Gedanken zu „Es sollte mehr Rudolf Strahms geben“

  1. Strahms Argumentation ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Es ist erstaunlich, wie sehr dieser unternehmenspolitische Aspekt der „Abzocker-Initiative“ bisher vernachlässigt wurde. Auf den Gegenvorschlag des Bundesrates hat Minder abweisend reagiert: „Das Volk lässt sich nicht täuschen“, so der Unternehmer in einem Interview von letzten Freitag (bazonline.ch). Dem Bundesrats-Vorschlag wirft er vor, es handele sich um einen nicht zu Ende gedachten „Schnellschuss“. Doch dieser könnte ein tragfähiger (und konsensfähiger) Ansatz sein. Bleibt zu hoffen, dass die von Strahm aufgezeigten unbeabsichtigten Effekte der Abzocker-Initaitive breiter wahrgenommen und diskutiert werden. Sonst lässt sich „das Volk“ tatsächlich täuschen – das wäre „ein Treppenwitz der Geschichte“.

  2. Typische und durchschaubare Argumentation eines alternden Politikers! Wem gehört denn eigentlich eine Firma? Den Aktionären oder dem Verwaltungsrat? Wieviele Verwaltungsräte „verwalten“ statt führen? Sitzen nicht in vielen VR’s ganz einfach inkompetente und auf persönliche Pfründe abzielende Ex-Politiker und Anwälte, die mitnichten die unternehmerischen Ziele aber sehr wohl ihre eigenen verfolgen?

    Wenn man sich die Lister der von Herrn Strahm zitierten ge-raideten Firmen etwas näher ansieht, so sieht man tatsächlich, dass vielen VR’s der Firmen ihr eigener Vorteil und die Besitzstandswahrung im entscheidenden Moment viel näher lag als das Wohl der Firma und deren Wertmehrung.

    Herr Minder hat Recht: das eigentliche Problem sind die Depot-Stimmen oder anders ausgedrückt deren Ausübung im Sinne des VR.

    Hier geht es nicht um Populismus sondern darum endlich den wirklichen Eigentümern der Firmen auch die Rechte zu geben, die Ihnen zustehen und so oft von präpotenten Verwaltungsräten hintertrieben werden.

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