Zürcher Lehrer proben zivilen Ungehorsam

Mit dem erfolgreich angedrohten Handarbeits-Boykott haben die Zürcher Lehrer das Mittel des zivilen Ungehorsams entdeckt, um sich gegen die Bildungsbeamten zu wehren. Die nächste Boykottdrohung ist im Anflug.

Auch diesmal geht es wie so oft um eine beschlossene Reform, die durch mangelnde Gelder und Vorarbeit untergraben wird. Die Idee ist eigentlich gut: Mit dem Projekt Neugestaltung 3. Sek. sollen die Schulabgänger individuell auf den Berufseinstieg vorbereitet werden. Anhand des Stellwerk-Tests werden die Lücken des Schülers für einen optimalen Berufseinstieg eruiert und diese gezielt mit sogenannten Ateliers während des letzten Schuljahres geschlossen. Die Reform wird ab nächstem Schuljahr flächendeckend eingeführt. Das Problem: Da keine (!) Lehrmittel vorhanden sind, bedeutet die Einführung eine massive Mehrbelastung für die Lehrerschaft. – Jede Schule muss die Vorarbeit selber leisten, obwohl vieles zentral mit viel weniger Aufwand möglich wäre. Aber anscheinend ist die Bildungsdirektion erneut dem Irrtum erlegen, die Arbeit den Lehrern aufzuhalsen koste nichts. Leider irren sie sich. Denn die Lehrer haben den zivilen Ungehorsam entdeckt!

Ein Gedanke zu „Zürcher Lehrer proben zivilen Ungehorsam“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.