Neider, Neider, Neider!

Der Vorwurf ist so uralt wie topaktuell: Der Neidvorwurf an die Linken. Aktuell vorgebracht von Filippo Leutenegger, der die Pauschalsteuern (Klartext: Steuerbefreiung) für «pensionierte» Ausländer wie Viktor Vekselberg verteidigen will:

Diese [linke] politische Strategie hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, sondern mit Neidkultur und Selbstgerechtigkeit.»

Wikipedia schreibt dazu:

Sozialneid

Unter Sozialneid versteht man den Neid in einem sozialen Milieu auf eine – auch nur vermeintlich – besser gestellte Gruppierung (Bezugsgruppe). Er kann sich sowohl auf Privilegien als auch auf Besitz beziehen. „Neid“ wird in diesem Zusammenhang auch als polemischer Kampfbegriff gegen Soziale Bewegungen (historisch zum Beispiel gegen die Arbeiterbewegung) benutzt, um den eigenen Vorzug (das eigene Privileg) zu wahren. Dem liegt der Gedanke zu Grunde, ein Wunsch nach Gleichheit entspränge dem Neid und dieser rühre aus der Unfähigkeit der Neider, durch Leistung den beneideten Vorzug selber zu erringen.

Das Gegenteil von Neid ist Gunst. Wieso sollen wir es den reichen Ausländern gönnen, hier von einem sicheren, geordneten, sauberen, schönen Staat zu profitieren, ohne je einen eigenen Beitrag daran geleistet zu haben?

So sehr ich es auch wollte, ich kann es ihnen nicht gönnen mögen. Reiche Leute profitieren in aussergewöhnlicher Weise von den Leistungen des Staates. Gewisse unter ihnen (längst nicht alle!) wollen aber nicht einmal diese abgelten. In dieser Situation kann man auch nicht gleichgültig zuschauen. Da muss der Neid geweckt werden. Neid ist das Gefühl des Ungerecht-behalndelt-Seins. Und wenn man ungerecht behandelt wird, hat man allen Grund, neidisch zu sein!

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