Stimmrechtsalter 16: egal!

Basel stimmt am 8. Februar über das Stimm- und Wahlrecht für Jugendliche ab 16 ab. Dabei argumentieren sowohl Befürworter wie Gegner am Ziel vorbei.

Das Ziel ist: Jugendliche in Entscheidungsprozesse einbinden, so dass sie sich Ernst genommen fühlen und sie auch Ernst genommen werden, und dass sie dadurch mehr Verantwortung für sich und ihre Umgebung übernehmen und diese aktiv mitgestalten.

Dies ist ein hehres Ziel, dem wohl kaum jemand etwas entgegnen wird. Die Frage ist nur, wie man das (besser als bisher) erreichen kann. Sehr viel politische Energie wird in die Frage des Stimmrechtsalters gesteckt – mit zweifelhaftem Erfolg. Das Stimmrecht vergrössert die Gestaltungskraft von Jugendlichen minim. Resultate ihrer Stimmbeteiligung spüren sie kaum. Durch das Abstimmen werden sie kaum mehr Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen.

Viel wichtiger und erfolgsversprechender sind konkrete Projekte, die im Umfeld der Jugendlichen ansetzen. Lokal bietet sich die Möglichkeit, Jugendliche wirklich einzubinden, so dass sie die Resultate ihrer Beteiligung selber erfahren. Jugendliche sollen erfahren, dass ihre Meinung und ihr Engagement zählt! Dass sie selber etwas bewirken können und ihr Einsatz geschätzt wird!

Ein ganz tolles solches Projekt ist «Jugend mit Wirkung» von infoklick.ch. Statt die Energie in die Stimmrechtsalterfrage zu stecken, würde man sie viel besser für solch konkrete Projekte einsetzen!

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