Die Utopie der idealen Marktwirtschaft

Immer wieder argumentieren Leute, insbesondere jene, die es zu einem Vermögen gebracht haben, dass reiche Leute deshalb reich werden, weil sie mehr leisten als andere, oder leicht abgeändert: etwas anbieten, dass für viele Leute einen grossen Wert hat. Es sind die Utopisten der Marktwirtschaft.

Es wäre wirklich toll: Wenn man jeden exakt gemäss dem Wert, den seine Leistung für die Menschen hat, entlöhnen könnte – wie es Wörter wie Wertschöpfung und verdienen implizieren. Je mehr Leistung desto mehr Lohn – der optimale marktwirtschaftliche Ansporn. Leider ist das nicht so. Es gibt unzählige Gründe, wieso Leistung oftmals nicht in Geld umgewandelt werden kann: Weil man den Wert nicht erkannt, weil die Leistung erst später (nach dem Tod) seinen Wert erhält, weil die Leistung nicht vervielfältigt und verteilt werden kann, weil die Idee einfach kopiert werden kann, oder weil die Leistungsempfänger kein Geld haben, um dafür etwas zu bezahlen. Oder, oder, oder…

Die Marktrealitäten sind nie fair. Finanzielle und reelle Wertschöpfung klaffen immer auseinander. (Natürlich kann man eine reelle Wertschöpfung gar nicht messen, aber eine Differenz ist offensichtlich.)

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