Randnotiz: 285 Kindsmisshandlungen im Zürcher Kinderspital

Erinnert ihr euch noch an Seebach? Genau, die Massenvergewaltigungsfall unter Jugendlichen, der die Frontseiten füllte.

Habt ihr heute gelesen? Die Agenturmeldung, abgedruckt als Randnotiz: Im Jahr 2008 registrierte der Kinderspital Zürich 455 Verdachtsfälle von Kindesmisshandlung. Davon konnten 285 Fälle gesichert werden. Die Hälfte der Opfer ist unter 7 Jahren, über ein Drittel betrifft sexuellen Missbrauch.

Die Berner Zeitung scheint die einzige zu sein, die dem Thema ein bisschen mehr Beachtung schenkt und mehr als nur die Agenturmeldung abdruckt. Anscheinend sind Missbrauchsfälle viel schlimmer, wenn sie von einer Balkan-Gang begangen werden, als wenn sie im Stillen in der Familie stattfinden. Darum fordert man lieber Jugendgefängnisse und Ausschaffungen, statt Elternausbildung und Kontrollinstanzen bei der Erziehung. Die Erziehungshoheit der Eltern ist ein Tabu, das nicht angetastet werden darf – wehe, es stellt sie jemand in Frage oder wagt sich, Vorschläge für Verbesserungen zu machen. Eltern wird nicht dreingeredet! Kinder scheinen wohl Eigentum ihrer Eltern zu sein.

Zitat aus der BZ:

Es gibt aber auch Experten, die unverblümt sagen, Gewalt an Kindern sei nicht die Ausnahme, sondern Norm und Regel. Eine Mehrheit der Kinder werde von ihren Eltern geschlagen, sagte jüngst etwa Franz Ziegler, Psychologe der Fachstelle Kindesschutz Kanton Solothurn, gegenüber dieser Zeitung. Mit der Thematik Jugendgewalt und Jugendkriminalität werde, auch von namhaften Politikern, wieder die «harte Hand im Elternhaus» gefordert – gerade auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Diesbezüglich war das Jahr 2008 kein auffälliges Jahr. 2009 könnte eines werden.»

2 Gedanken zu „Randnotiz: 285 Kindsmisshandlungen im Zürcher Kinderspital“

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