Schicken wir die SVP an die Ski-WM

Im Slalom wäre die SVP in der momentanen Form unschlagbar! Nachdem die sie das UBS-Rettungspaket bedingungslos absegnete, kommt sie nun mit Forderungen, die von links kommen könnten:

Soll ich nun SVP-Mitglied werden, oder tritt Blocher bald der SP bei?

4 Gedanken zu „Schicken wir die SVP an die Ski-WM“

  1. Ich weiss nicht was du hast. Blocher steht zur Marktwirtschaft, denn er sagt ja, dass Unternehmen, die schlecht wirtschaften auch untergehen können sollen. Da man jetzt unsere Grossbanken aber aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung mit einem staatlichen Rettungspaket gestützt hat, ist es nur legitim, wenn man auch die Löhne bei diesen Banken anpasst.

    Sollte eigentlich jedem einleuchten. Das ist wie bei den Boni. Solange der Steuerzahler diesen Banken unter die Arme greift, darf es keine Boni-Exzesse mehr geben und müssen diese exorbitanten Löhne nach unten angepasst werden.

    Wohlverstanden, das gilt nur für Betriebe, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Vasellas Salär z.B. steht also hier gar nicht zur Debatte. Denn die Novartis hat Gewinne erzielt und ist auf staatliche Hilfe nicht angewiesen.

  2. @Alexander: Genau. Es geht einfach um die, die «too big to fail» sind, die also real eine Staatsgarantie haben. Bei der Novartis gibt es andere Probleme, nämlich dass es im Medikamentenmarkt nur einen beschränkten Wettbewerb gibt. Aber das ist ein anderes Thema und braucht andere Lösungen.

    Ich finde Blochers Vorschläge interessant und einleuchtend. Aber wenn das die Position der SVP wäre, hätte sie diese Forderungen während der entsprechenden Parlamentsdebatte anfangs Dezember bringen müssen – als die Linken mit allen Forderungen in diese Richtung abblitzten. Damals (und das ist nun noch nicht so lange her, aber die Boni-Frage noch nicht so aktuell) war die SVP für ein bedingungsloses Abnicken. Darum eben Slalomkurs.

  3. Es sei doch auch erwähnt, dass Peter Spuhler als ehemaliger Verwaltungsrat der UBS auch eine gewisse Mitverantwortung für die Lohnexzesse hat. Allerdings ist er immerhin so konsequent und spricht sich gegen staatliche Eingriffe aus.

    Auf der anderen Seite finde ich es schon etwas scheinheillig, jetzt erst auch bei der ganzen Lohndiskussion mitreden zu wollen. Denn: Dass es bei einer UBS so weit gekommen ist, liegt auch an den fehlenden Rahmenbedingungen, welche die Politik normalerweise festlegt.

    Vasellas Lohn ist in jedem Fall auch exorbitant. Es spielt für mich keine Rolle, ob Novartis nun staatliche Hilfe erhält oder nicht. Dieser Lohn ist – wie mancher andere Managerlohn auch – schlichtweg unanständig.

    Angeblich sind Löhne dann immer so hoch, wenn man auch viel Verantwortung trage. Nur – wird diese Verantwortung wirklich auch wahrgenommen und – wie misst man Verantwortung?

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