Kirchturmgegner richten Kampagne auf Frauen aus

Weil durch die Katholisierung die Gleichberechtigung bedroht sei, peilen die Initianten der Kirchturmverbots-Initiative besonders Frauen an.

Intensiv arbeiten die Befürworter zurzeit an ihrer Kampagne für die Vorlage, die möglicherweise schon im September an die Urne kommt. Der Slogan steht bereits: «Kirchturm, die Speerspitze des Papstes». Sicher ist auch, dass für den Abstimmungskampf ein Frauenkomitee gegründet wird. «Unter den Frauen erwarten wir eine überdurchschnittliche Unterstützung», sagt SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer. Das habe schon die Unterschriftensammlung gezeigt. Rund 60 Prozent der Unterschreibenden sollen Frauen gewesen sein. «Erstaunt sind wir auch, wie viele junge und links wählende Frauen ein Kirchturmverbot unterstützen.»

Die designierte Präsidentin des Frauenkomitees, Nationalrätin Jasmin Hutter (svp.), weiss, wieso. «Mit der Katholisierung ist die Gleichstellung von Mann und Frau bedroht.» Keine Frau in der Schweiz könne die katholische Morallehre, z.B. die Ablehnung von Verhütungsmitteln, tolerieren. «Das Kirchturmverbot ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, dieses Problem auf den Tisch zu bringen», sagt Hutter.

(Quelle: NZZ)

Ein Gedanke zu „Kirchturmgegner richten Kampagne auf Frauen aus“

  1. Nachdem ich mir gestern gerade Religulous angesehen hatte, kommt mir nun die Minarettinitiative noch schräger und komischer rein als zuvor. Auf DRS2 wurde auch schön gezeigt und von den Initianten direkt bestätigt, dass es um die Grundsatzdiskussion geht: Islamisierung Europas und so… 😉

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