Zitate ohne Substanz – heute: Yvette Estermann

SVP-Vorzeigemigrantin Yvette Estermann in ihrem neuen Blog zur Masern-Impfung:

Ich selber hatte alle „Kinderkrankheiten“, die man nur bekommen konnte. Eine lebenslange Immunität und eine Erfahrung, die man in den Genen weiter gibt, ist das Geschenk der Evolution! Schwächen und Krankheiten, die man überwindet, gibt man als Stärke an die eigenen Kinder weiter.

Die Menschheit hat im Mittelalter sogar die Pest überlebt! Obwohl es damals noch keine Impfungen gab, überlebten oft sogar Familien-Angehörige der Erkrankten diese hoch ansteckende und tödliche Krankheit. Übertreiben wir nicht mit dem Impfen unser „Sicherheits-Denken“?

Vielleicht sollten Sie, Frau Dr. med. Estermann, in einer guten Schweizer Schule nochmals etwas Evolutionsbiologie büffeln. Und etwas Ethik würde auch nicht schaden. Sie implizieren doch, dass ein Kind, das die Masern nicht überlebt, es auch nicht verdienen würde, seine Gene weiterzugeben. Oder verstehe ich Sie da falsch?

5 Gedanken zu „Zitate ohne Substanz – heute: Yvette Estermann“

  1. Na wenn die Menschheit im Mittelalter die Pest überlebt hat, wird’s auch der Toni Brunner überleben, wenn seine Immunität aufgehoben wird. Eine Impfung gegen Amtsgeheimnisverletzung gibt es ohnehin nicht 😉

  2. @Flöschen
    Der Lamarckismus ist überraschenderweise drauf und dran, ein Revival zu feiern – aber natürlich nicht auf der Basis des Schwurbelverständnisses der Yvette Estermann.

    Das Gesundheitsamt müsste mal das Diplom der putzigen Papierlischweizerin etwas genauer ansehen. Vielleicht hat sie es auch von einer Titelschleuder erworben. Schliesslich hat sie als ehemalige Verwaltungsrätin der „Freien Universität Teufen“ reichlich Erfahrungen in diesem Business gesammelt.

  3. etwas irritierend ist auch, dass die pest als massstab genommen wird. immerhin sind in den verschiedenen wellen der pest teilweise ein drittel und mehr der bevölkerung gestorben. man mag ja über den sinn eines impfzwangs bei den heutigen kinderkrankheiten geteilter meinung sein, aber so wie das von yvette estermann rüberkommt, könnte man ja meinen, sie würde sich eine weitere welle der pest zur stärkung der europäischen gene wünschen.

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