Beda Stadler – oder: Die Aufklärung in der Krise?

Professor Beda Stadler ist überall zur Stelle, wenn es darum geht, die Wissenschaft gegen allerlei (Aber-)Gläubige zu verteidigen. Er ist sich nicht zu schade, auf verlorenem Posten tapfer zu kämpfen – aktuell vor allem gegen die Homöopathie und andere Scharlatanerie in der Komplementärmedizin. Einfühlsamkeit ist seine Sache nicht, er zeigt sich lieber laut und provokant. Es ist äusserst fraglich, ob er mit einem solchen Auftreten die öffentliche Meinung in die beabsichtigte Richtung beeinflussen kann.

Das Problem ist aber eigentlich nicht Herr Stadler. Das Problem ist, dass er praktisch allein auf weiter Flur ist. Dass es neben ihm keine anderen profilierten Köpfe gibt, die sich für die Wissenschaft und die Aufklärung stark machen. Wir hätten eine glaubwürdige öffentliche Stimme für die Sache der Aufklärung dringend nötig. Meine Forderung an die Wissenschaftler: Mehr öffentliches Engagement, weniger Elfenbeinturm!

5 Gedanken zu „Beda Stadler – oder: Die Aufklärung in der Krise?“

  1. Sie findet zwar bereits heute Abend statt, da es inhaltlich passt, erlaube ich mir dennoch auf die kontradiktorische Podiumsdiskussion zur Komplementärmedizin hinzuweisen:

    19.30 Uhr, Universität Zürich, Zentrum (Hauptgebäude)
    Rämistr. 71, Hörsaal KOL-F-118

    Komplementärmedizin: Wie wichtig? Wie sicher? Wie nützlich?

    Teilnehmende:
    – Clemens Dietrich, Arzt und Homöopath
    – Beat Meier, Dozent ZHAW
    – Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie
    – Urs Stoffel, Präsident Zürcher Ärztegesellschaft

    Moderation: Andreas Kyriacou, Präsident Freidenker Zürich

    Organisiert von den Zürcher FreidenkerInnen in Zusammenarbeit mit den medAlumni UZH

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