Kiosksperren (#zensursula)

kioskAngenommen, es würde das Gerücht herumgehen, an einem Zeitungskiosk seien neben Zeitungen, Fach- und Publikumszeitschriften aller Art auch Heftchen mit kinderpornographischen Inhalten erhältlich. Was würde die Polizei tun?

A) Die Polizei schickt einen Inspektor vorbei, der den gesamten Kiosk untersucht. Der Inspektor entscheidet, welche Artikel illegal seien (Gewinnlose, mit denen man Ferien in Thailand gewinnen kann, zählt er zur Sicherheit auch mal dazu, und das zwielichtige Hacker-Magazin auch), entfernt diese aus den Regalen und gibt sie dem Verkäufer – er verbietet ihm, diese offen zu verkaufen. Nur wenn jemand konkret danach frage, dürfe er sie hervornehmen.

B) Die Polizei beschlagnahmt die fragliche Ware und lässt sie von Experten prüfen. Falls sie sich wirklich als illegal herausstellt (es ist auch gut möglich, dass sich das Gerücht nicht bewahrheitete), startet sie Ermittlungen, um die Verleger, Fotografen, Produzenten und Händler dieser Hefte sowie die Opfer ausfindig zu machen. Sie nimmt die Verdächtigen fest, startet ein Rechtsverfahren und schliesst den Produktionsstandort.

Die deutsche Bundesregierung schlägt Variante A vor. Kritischen Stimmen entgegnet die Familieministerin von der Leyen: «Wer ein Stopp der Kinderpornographie im Kiosk Internet zur Zensur erklärt, dem sind offensichtlich geschäftliche Interessen wichtiger als die Menschenwürde.»

Ein Gedanke zu „Kiosksperren (#zensursula)“

  1. Äh nein, die wählen C:

    Vor dem Kiosk wird ein Stoppschild befestigt, dass den möglichen Käufer als Kriminellen degradiert. Der ernsthafte Käufer wird dieses Stoppschild umgehen, die anderen werden trotzdem von einer Blitzerkamera aufgenommen und diese Bilder landen dann bei der Kripo, wieso weiß keiner, was damit geschieht auch nicht.

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