Die Piratenpartei hebt ab

Ich weiss nicht, wer die Rakete gezündet hat. Ich nehme mal nicht an, dass ich es war mit dem Blogartikel vor einem Monat. Jedenfalls ist auf piraten-partei.ch seither die Post abgegangen. Insbesondere, seit «20 Minuten» das Thema entdeckte. Was eineinhalb Jahre vor sich hindümpelte, ist nun plötzlich ein Ameisenhaufen von unzähligen Leuten, die sich politisch engagieren möchten. An der Gründungsversammlung werden nun plötzlich 200 Personen (inkl. Cédric Wermuth) und die Medien erwartet. Es werden fleissig Strukturen aufgebaut, Vorstandsmitglieder gesucht und Statuten geschrieben. Dass die schwedische Piratenpartei soeben einen Europaparlamentssitz errungen hat, gibt der Sache zusätzlichen Schub.

Ich hatte recht: Die Zeit ist reif. Es braucht eine Kraft, die sich der Inkompetenz in Parlament und Verwaltung in Sachen «Neue Medien» entgegenstellt. Das scheinen nun ganz viele zu spüren. Die Piratenpartei hat eine echte Chance, zu einer relevanten Kraft zu werden, auch wenn das gewisse Politologen verneinen. In welche Richtung sich die Piratenpartei entwickeln wird, eher in Richtung Interessenverband oder wirklich in Richtung politische Partei, wird die Zukunft weisen.

2 Gedanken zu „Die Piratenpartei hebt ab“

  1. Nach dem Abschneiden auf dem Europa Wahlen kann man schon ein klein wenig stolz sein, was sich jetz dadurch verändert bzw. was nicht bleibt wie immer abzuwarten. Ich finds irgendwie spassig 😉

    grüße!

  2. Mittlerweile dümpelt die Piratenpartei etwas vor sich hin. Protest allein reicht eben nicht. Substanz ist das, was für die longue duré von Bedeutung ist und da muss auch die Piratenpartei mehr bieten. Wenn sie natürlich nur eine Splitterpartei bleiben möchte, dann kann sie sich auf einen erlesenen Kreis von ein paar Sympathisanten ausruhen, aber dann hat sie politisch nicht mehr viel zu melden und wird von den großen Parteien nur belächelt.

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