Hasch gegen Haubitzen

Das Kriegsmaterialgeschäft funktioniert wie das Drogengeschäft: Je stärker ein konkretes Geschäft international geächtet wird, desto höher steigt der Preis und der potenzielle Gewinn – nämlich so hoch, bis jemand bereit ist, trotz der Ächtung (und der damit verbundenen Risiken) das Geschäft zu tätigen. Es wird sich immer jemand finden, der Waffen für Kindersoldaten liefert. Es ist nur eine Frage des Preises. Bei Drogen spricht man dann von organisiertem Verbrechen. Bei Waffen manchmal auch, manchmal aber auch von gutschweizerischen Traditionsunternehmen. Alles eine Frage der Perspektive und der nationalen Gesetzgebung und -interpretation.

Während ich eine komplette Drogenlegalisierung für ethisch vertretbar (wenn nicht sogar ethisch zwingend) halte, sehe ich beim Kriegsmaterial nur eine Lösung, nämlich die internationale Ächtung und Kontrolle zu verstärken und damit den Krieg möglichst zu verteuern, auch wenn es dabei immer Profiteuere geben wird.

Mein Vorschlag als ersten Schritt: Kriegsmaterialexportverbot und im Gegenzug Cannabislegalisierung – damit können die verlorenen Arbeitsplätze und Steuerausfälle bestens kompensiert werden. Wieso hat eigentlich damals bei der Cannabislegalisierungsvorlage niemand von den Arbeitsplätzen geredet?

Ein Gedanke zu „Hasch gegen Haubitzen“

  1. Nötig wärs, dringend auch. Ausserdem könnten wir gleich noch Religionsvereine besteuern und dem Staat verbieten für sie die Vereinsbeiträge einzutreiben, damit wäre auch der Staatskasse geholfen und wir hätten nicht jedesmal ein Drama, wenn mal wieder eine Sekte in die Schweiz reist.
    Wenn wir gleich dabei sind, können wir noch den akademischen Bildungsweg zu einer gebührenbefreiten Meritokratie ummodeln und die Besteuerung vereinfachen (Flat Tax, o.ä.).

    Dein Vorschlag wäre aber ein guter Anfang.

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