Schweizer sind 1124-mal krimineller als Ausländer

Obwohl es gegenüber den 6,9 Milliarden Ausländern nur 6,7 Millionen Schweizer Bürger gibt, sind diese für 52,2 % der Straftaten in der Schweiz verantwortlich. Also sind die Schweizer nach Adam Riese 1124-mal krimineller als Ausländer!

Logisch, oder?

Die SVP macht genau diese Rechnung – nur umgekehrt. Obwohl der Ausländeranteil nur 21,7 % betrage (bei anderer Gelegenheit sinds dann plötzlich 27,2 %), seien die Ausländer für 47,8 % der Straftaten verantwortlich. (Oder um noch mehr Eindruck zu machen: 70 % der Gefängnisinsassen sind Ausländer!) Dabei wird absichtlich unterschlagen, dass viele der Delikte von Ausländern verübt werden, die gar keinen Wohnsitz in der Schweiz haben, also in den 21,7 % nicht enthalten sind. Trotzdem wird diese ausländische Wohnbevölkerung zumindest indirekt für alle Straftaten von Ausländern verantwortlich gemacht und eine Gesetzesverschärfung, die genau diese Gruppe betrifft, mit dieser falschen Rechnung begründet.

Korrekt ist, dass 2009 die 21,7 % der Wohnbevölkerung, die keinen Schweizer Pass haben, für 29 % der Verstösse gegen das Strafgesetzbuch beschuldigt wurden. Die 78,3 % Schweizer wurden dagegen für 52 % der Verstösse gegen das Strafgesetzbuch verantwortlich gemacht. (Quelle)

Natürlich ist dieses Verhältnis noch immer nicht schmeichelhaft für die ausländische Wohnbevölkerung. Aber es ist auch kein Grund für die Verbreitung einer Alarmstimmung, wie das die SVP versucht.

7 Gedanken zu „Schweizer sind 1124-mal krimineller als Ausländer“

  1. Kriminalstatistik 2009 und Betäubungsmittesstatistik 2009
    Anteil Ausländer Körperverletzung 51% Vorsatzliche Tötungsdelikte 59% Entreissdiebstähle 54 % Freiheitsberaubung und Entführung 56% Vergewaltigungen 62% Handel mit Btäubingsmittel über 59% Es ist nicht nötig Alarmstimmung zu verbreiten die ist längst da! Fakt ist die Bevölkerung hat Angst!!!!!!

  2. Zoranco und David: Ihr seid Tagträumer! Wacht auf oder seid still. Geht am Samstag nach Spreitenbach zum Einkaufen, steht nachts an die Strasse und beobachtet, wer in der Gegend herumfährt, besucht eine x-beliebige Disco – oder eben, schaut in die Fahndungslisten der Polizei! Da findet ihr die gleichen Namen….

  3. @Michael: Kannst du mir bitte nochmals erklären
    1. was genau dein Problem beim Einkaufen in Spreitenbach oder in der Disco ist und
    2. wie du dieses Problem angehen möchtest?

    Ich blicke da noch nicht ganz durch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.