Die zentrale Frage

Kriminalitätsraten, Abschreckung, Integration, Deliktkatalog – in meinen Augen sind das alles Nebenschauplätze. Bei der Ausschaffungsinitiative und dem Gegenvorschlag geht es um diese Frage:

ausschaffungsinitiative-2xnein

Werden in unseren Spitälern zwei Sorten Kinder geboren? Ist es ok, wenn man Babys bei der Geburt einteilt in «Gäste» und «Einheimische»? Sollte es nicht eher so sein, dass alle die gleichen Chancen haben? Sind nicht alle Babys gleich unschuldig? Wieso sollte dann das eine Baby sich zuerst bewähren müssen, um ein voll anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu sein, und dem anderen wird das in die Wiege gelegt? Wieso soll bei der Geburt festgelegt werden, welchen Menschen man später ausschaffen kann und welchen nicht?

Wer nicht will, dass Babys noch stärker an ihrem ersten Lebenstag diskriminiert werden als dies schon heute der Fall ist, dem bleibt nur ein doppeltes Nein.

6 Gedanken zu „Die zentrale Frage“

  1. Frage an David: Sollten Kinder, deren Eltern Ausländer sind, aber in Schweizer Spitälern geboren werden, genauso abstimmen dürfen wie solche mit Schweizer Eltern?

  2. @Daniel: Wenn sie hier aufwachsen, meiner Meinung nach Ja. Meiner Meinung nach sollten sie dann automatisch eingebürgert werden. Jedoch ist die heutige Situation akzeptabel. Inakzeptabel finde ich, wenn hier aufgewachsene Personen aus der eigenen Heimat verbannt werden können (und noch inakzeptabler, wenn die auf Grund von Bagatelldelikten geschieht, so wie das die SVP-Initiative verlangt).

  3. @David: Ich wollte damit ausdrücken, dass die akzeptierte Antwort auf „Die zentrale Frage“ „Ja, natürlich“ ist, statt dem einzig vertretbaren „Nein“ zur Initiative ist. Eine meines Erachtens bessere Frage wäre also zB „Soll die Tat oder die Herkunft bestraft werden?“

  4. Nein, ganz klar! Warum sollen Striche auf der Landkarte die sich Grenzen nennen darüber entscheiden dürfen, unter welchen Bedingungen jemand aufwachsen darf. Wir sind eine Welt, warum verhalten wir uns nicht so!

  5. Ich finde der Rassismus ist längst überwunden, inzwischen geht´s eher um das Beschützen der eigenen Resourcen (zum Beispiel Arbeitsplätze) gegen andere Personengruppen – leider auch nicht viel besser 🙁

    @Kevin
    Man darf halt keine „Kulturgrenzen“ ziehen, daher braucht man halt Ländergrenzen.

    Aber um ehrlich zu sein, hab ich keine Ahnung, wie ernst dieser Artikel gemeint ist – war aber auf jeden Fall interessant.

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