Diese Kommentare wollen die «Musikschaffenden Schweiz» lieber nicht auf ihrer Website

Der Verein Musikschaffende Schweiz hat ein «gemeinsames Statement» veröffentlicht. Man konnte darunter in einem Facebook-Plugin kommentieren. Jedoch ist ihnen die Diskussion etwas aus dem Ruder gelaufen, weshalb sie die Kommentare entfernt haben. Aber ihr wisst ja: Das Internet vergisst nicht, insbesondere Facebook nicht. Hier sind sie wieder – die Diskussion kann fortgesetzt werden:

7 Gedanken zu „Diese Kommentare wollen die «Musikschaffenden Schweiz» lieber nicht auf ihrer Website“

  1. danke fürs asyl. gut gemacht.

    über diese website müsste man ja noch viel mehr schimpfen. sie kriegen es nicht mal hin, die mitglieder ihres sog. boards mit deren websites zu verlinken. oder ein mitgliederverzeichnis online zu stellen und damit den anspruch „musikschaffende schweiz“ auch nur einigermassen zu rechtfertigen.

    was für ein jammer.

  2. ahh ja, ganz gut versteckt. und auch hier null links… tsss…

    beeindruckt mich aber wenig, diese liste. ist ja klar, dass da von den arrivierten fast jeder einfach mal unterschreibt, der sein altes geschäftsmodell in frage gestellt sieht. ist das gleiche wie bei den autoren gegenwärtig – die unterschreiben auch alles aus den selben gründen. bald werden auch die töpfer kommen. spätestens dann, wenn die 3d drucker den massenmarkt erreichen 😉

    henusode, es wird noch jahre dauern, bis alle künstler mal irgendwo irgendwas unterschrieben haben. und es werden noch viele vereine mit 90er websites gegründet werden.

    ich bin auf alles gefasst.

  3. Ich verstehe gut, dass die Musikschaffenden diese beelendende Sammlung von Pseudo-Argumenten gelöscht haben. Mir ist aber schleierhaft, warum David Herzog glaubte, das sinnlose Hickhack «retten» zu müssen. Immer wieder das gleiche Gejammer um «Kriminalisierung» armer User (die durchaus die Wahl haben zwischen parasitären und moralisch einwandfreien Distributionsmodellen), immer wieder der gleiche Verweis auf nebulöse, realitätsferne «neue Geschäftsmodelle» (die gleichen User würden dann wieder jammern, wenn die Musiker die Billettpreise noch mehr anheben würden, um entgangene CD-Verkäufe zu kompensieren, und es gibt auch keinen Markt für immer mehr Konzerte), immer wieder der nicht zutreffende Vergleich mit der industriellen Revolution (das Internet ersetzt die Arbeit der Kulturschaffenden nicht durch eine Maschine, sondern ist nur ein neuer Distributionskanal). Selten verlief eine Diskussion so unergiebig. So viele erregte Worte, nur um den Gratiskonsum von Kulturgut zu legitimieren – wir habens wirklich weit gebracht. Bewundernswert ist nur, wie Andy Prinz sich die Mühe nahm, die hämischen Kommentare kompetent zu parieren. Prinz‘ Statements sind der einzige Grund, diese gruselige «Debatte» zu konservieren.

  4. Unglaublich… dass ich überhaupt noch die Nerven habe, meine Zeit erneut für den selben Senf zu opfern.. dennoch möchte ich gewisse Behauptungen nicht einfach so im Raum stehen lassen (übrigens danke an agossweiler!).

    Dave, bezüglich Liste: Lovebugs (Adrian Sieber) z.B. sind auch Mitglieder, und es sind bereits deren hunderte. Wenn also bisher noch niemand Zeit und Bock hatte, die ganze Liste auf die Webpage zu knallen und noch für jedes einzelne Mitglied die ganzen Web- und Social-Links zu integrieren, dann solltet Ihr dafür Verständnis haben. Zumal das einerseits Interna sind, und andererseits hätten wir auch mehr Zeit, wenn wir nicht andauernd auf Eure Kommentare reagieren müssten (?)! Auch Fabian Ast und Co sind Mitglieder, btw 😉

    @bugsierer: Schreib mit Deinem richtigen Namen und versteck Dich bitte nicht hinter einem Pseudonym, ok?

    @alle: 2. Arbeitet an Eurer Sozialkompetenz, auch in Euren Posts und nicht nur in Eurem Pamphlet. 3. Eignet Euch fundiertes Wissen an, hört Euch Gegenmeinungen an und werdet schweizerisch konkordanter (nu so werdet Ihr als momentan 0,3%-anteilige Partei hier eine Chance haben, denn CH ist nicht gleich Deutschland). 4. Akquiriert vielleicht auch mal ein paar Frauen, welche üblicherweise genau über etwas mehr von dieser genannten Sozialkompetenz verfügen. 5. Versteckt Euch nicht immer hinter Euren Monitoren und Computern. 6. Wenn Ihr Forderungen bezüglich Privat-Kopie oder Abschaffung des Urheberrechts habt, dann ok, aber wendet selbes Recht für Software an! 7. Sucht Euch endlich mal Gegner in Form von Grosskonzernen oder Banken o.ä (falls die Euch überhaupt in irgend einer Form wahrnehmen sollten, was WIR als doofe Musikschaffende, welche ja von Technologie und Internet null Ahnung haben ja anscheinend tun – seltsam, oder?) 8. Seid Euch untereinander einig. Und wenn wir mit Eurem Präsidenten bei persönlichem Treffen fast schon eine Einigung erzielen, dann schaut auch dafür, dass dies so kommuniziert wird und Ihr nicht erneut „Verrat“ ausübt (TV-Auftritt G/M), sonst sinkt Eure Kredibilität enorm. 9. Musikschaffende = NICHT Industrie 10. Aendert Euren Kommunikationsstil in Foren, mittels Tweets und Posts. Sonst erweckt Ihr den Anschein, zur SVP des Webs zu avancieren. 10. Kapiert endlich, dass die Musikschaffenden grundsätzlich wahrscheinlich sogar Eure besten Verbündeten sein könnten, vielleicht sogar in Form von Parteimitgliedern. Wenn Ihr aber, ohne jeglichen Grund, unsere Existenzgrundlage attackiert und in Frage stellt, ohne selbiges fairerweise auf jeglichen anderen Markt zu übertragen oder anzuwenden, dann verschliesst Ihr Euch selbst potentiellen Wählern, die genau in diesem Segment (bekannte Musiker) einen RIESIGEN Impact haben könnten. 11. Werdet konkret – anstatt alles über Bord zu werfen, bringt neue kreative Ideen und setzt sie um! 12. Geht auch auf unsere Kritikpunkte an EUCH ein! 12. Als revolutionäre Partei solltet Ihr weniger mit dem Strom schwimmen.

    Noch was zum „Töpfer-Beitrag“: Selbst wenn 3-D-Drucker dies übernehmen werden, dann braucht es dennoch einen kreativen Kopf, der diesen Drucker entsprechend programmiert. In 20 Jahren wird es wahrscheinlich auch Drucker für ganze (menschliche) Organe geben – und das wird an der Natur genau so wenig ändern.

    Habt bitte mal etwas Respekt; ich lehne mich hier weit aus dem Fenster und stelle mich Euren Kritikpunkten, was Ihr eigentlich goutieren solltet. Und wenn das ganze konstruktiv verläuft, gerne auch mal persönlich bei einem (erneuten) Treffen. Die sinnlose Schiesserei auf dem Web ist dazu das falsche Mittel. Gerade Ihr solltet doch wissen, dass diese Art von Kommunikation auch seine Gefahren birgt.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch von ganzem Herzen ein schönes Pfingtswochenende. Und wenn ich jemandem zu nahe getreten bin, dann möchte ich mich dafür entschuldigen!

    So, ich muss jetzt wieder meinen Netscape Navigator öffnen und mein Modem rebooten, um unsere 90iger Website mit einem animated Gif zu veredeln. Könnte Euch übrigens noch „Summer-Games“ für den C-64 auf 5 Disketten kopieren… lol

    Gruss, Andy

  5. @Andy Prinz: Das ist löblich, dass du diese Nerven aufbringst, und ich werde sie für ein Antwort darauf ebenfalls aufbringen, weil ich bei dir Hoffnung habe, dass der Dialog fruchtbar sein kann. (Bei Andreas Gossweiler habe ich das hingegen aufgegeben, aber das hat eine längere Geschichte.) Also:

    1. Ich hab Verständnis, ich finds ok. (Der Ast heisst ja übrigens Flöru und nicht Fäbu.)

    Zu Bugsierer: Er macht aus seiner Identität kein Geheimnis. Klick einfach auf seinen Namen, dann siehst du es.

    2. Inwiefern meinst du? War ich unflätig? Wo?
    3. Um unseren Wähleranteil brauchst du mal keine Sorgen machen und uns auch keine Tipps geben dafür. Wir (jedenfalls ich) befassen uns schon sehr lange und fundiert mit dem Thema, würde ich meinen. Natürlich gibt es auch immer Leute, die mitdiskutieren ohne viel Ahnung zu haben, dies geschieht aber auf beiden Seiten und ist ok.
    4. Danke für den Tipp, ist aber nicht nötig. (Also der Tipp. Frauen nehmen wir sehr gerne, aber akquirieren tun wir gar niemanden.)
    5. Leg deine doofen Klischees ab.
    6. Abschaffung des Urheberrechts ist in keinster Weise Teil unserer Forderungen. Unsere Forderungen betreffend Legalisierung von Filesharing betreffen auch Software, ja. Und ich habe solche Software auch in Verwendung. Wie soll man sich als Student sonst Profiprogramme leisten können?
    7. Wir suchen keine Gegner.
    8. Wir sind eine Partei, die natürlich immer unterschiedliche Meinungen vereint. Eine innerparteiliche Meinungsbildung läuft demokratisch ab und wird nicht vom Präsidenten bestimmt. Was wir haben ist unser Positionspapier zum Urheberrecht. Alles weitere ist eine offene Diskussion. Sowas müsst ihr akzeptieren. Aber was genau war am G/M-Auftritt verrat?
    9. Ja.
    10. Hm, wo genau ist unser Kommunikationsstil ein Problem?
    10. Solange ihr auf Repression setzt, werden wir uns nicht finden. Ich mach übrigens Politik, um für meine Überzeugungen einzutreten, und nicht um möglichst schnell möglichst viele Leute hinter mir zu scharen.
    11. Ich finde, wir sind ziemlich konkret. Die Ideen sind doch da, für die Umsetzung braucht es eure Bereitschaft dazu.
    12. Danke für den Tipp, ist aber nicht nötig. Wie gesagt, wir sind Leute, die sich für ihre Überzeugungen einsetzen, nicht für irgendwas anderes.

    Nein, du bist mir nicht zu Nahe getreten. Wünsch dir ebenfalls schöne Pfingsten.

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