Aktueller Stand des Irrtums

Die Menschheitsgeschichte ist auch eine Geschichte der kolossalen Irrtümer. Ich mag das Magazin «NZZ Geschichte», unter anderem darum, weil es einem die Dummheit des Homo sapiens, äh Homo demens, immer wieder vor Augen führt. Ein paar Müsterchen aus der aktuellen Ausgabe gefällig?

Wieso die katholischen Gebiete der Eidgenossenschaft im 19. Jahrhundert die Industrialisierung verschliefen:
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Wieso die Kantone im 19. und 20. Jahrhundert ganze Bevölkerungsschichten brutal verfolgten:
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Wieso die deutschen Konservativen 1933 die Demokratie preisgaben:
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Was die Basler Polizei nach 1945 über Liebschaften von Schweizerinnen mit amerikanischen GIs dachte:
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Was Res Strehle und Jan Morgenthaler 1986 über die Informationstechnologie dachten:
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Und man merkt auch, dass die Menschheit diese Irrtümer oft lieber verdrängt, als aus ihnen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Menschheit wäre wohl schon einige Schritte weiter, wenn sie sich mehr darum bemühen würde, vergangene Fehler zu analysieren und Konsequenzen daraus zu ziehen. Und wenn das Bewusstsein vorhanden wäre, dass die nächste Generation sich über unsere eigenen Irrtümer ebenfalls prächtig unterhalten können wird.

In diesem Sinne ist mein Smartvote-Fragebogen zu den National- und Ständeratswahlen als eine Dokumentation meines aktuellen Stands des Irrtums zu verstehen:

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