Die Grenzen von Fernsehgebühren

ZattooSchon bisher waren die Radio- und Fernsehgebühren schlecht nachvollziehbar. Aber jetzt werden sie absurd: Ab 1. September 2008 werden Gebühren auch für den Fernsehkonsum via Web erhoben.

Ich dachte, es gibt zwei Prizipien, nach denen Gebühren erhoben werden können: Das Verursacherprinzip und das Leistungsfähigkeitsprinzip. Entweder werden die Verursacher gemäss den verursachten Kosten zur Kasse gebeten (wie bei der Sackgebühr), oder man wird gemäss seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingestuft (Staatssteuern).

OK, im Ansatz sind die Fernsehgebühren verursachergerecht: Jeder Haushalt, der ein Fernsehgerät in Betrieb hat, muss die Gebühr bezahlen.

Jetzt kommen aber die Aber: Die Grenzen von Fernsehgebühren weiterlesen

Rhetoriknachhilfe zum 1. August

Lasst uns mal die Rede eines amerikanischen Präsidentsschaftskandidaten mit der einer schweizerischen Bundespräsidentin vergleichen:

Liebe Schweizer Politikerinnen und Politiker: Besucht einen Rhetorik-Kurs! OK, Obama ist eine Ausnahmeerscheinung. Er kann eine Stunde lang wie gedruckt sprechen, ohne je auf ein Blatt zu schauen, ja sogar ohne seine Augen jemals abschweifen zu lassen. Trotzdem: Die Anrede auswendig zu lernen, kann mindestens erwartet werden. Ausserdem mangelt es den Schweizer Politikern an der Fähigkeit, einfache Sätze in einer logischen Abfolge zu bilden, so dass auch Nicht-Akademiker folgen können. Auch mangelt es oft an der Beschränkung auf einzelne wenige zentrale Aussagen. Die Gestik beschränkt sich jeweils darauf, sich hinter einem massiven Rednerpult zu verstecken. Selbst bei französischsprachigen Reden gibt es bezüglich Sprachmelodie nur ein passendes Adjektiv: monoton.

Liebe Schweizer Politikerinnen und Politiker: Analysiert die Rede Obamas, zieht eure Lehren daraus, und nochmals: Besucht einen Kurs! Üben, üben, üben!

Inspiriert durch: 85m2

16 Zeckenbisse, na und?

Ich bin zurück aus einem zehntägigen Zeltlager in einem Wald bei Lommis, im FSME-Hochrisikogebiet und Lyme-Borreliose-Risikogebiet. In den zehn Tagen sammelte ich trotz des teilweise schlechten Wetters 16 Zecken (normalerweise zähle ich sie nicht, habe aber nun eine Ausnahme gemacht). Einige der über 80 Teilnehmer kamen ebenfalls auf über 10 Zecken – na und? Ist das ein Grund, auf der Titelseite einer Zeitung darüber zu berichten? Nein. Wenn man anfällig auf Zeckenbisse ist, impft man sich, und man entfernt die Tierchen täglich mit der Pinzette des Sackmessers – und die Sache ist erledigt. Dass die Armee nach einzelnen Zeckenbissen eine Untersuchung einleitet, ist ebenso Verhältnisblödsinn wie die Berichterstattung gewisser Medien.