8 Jahre sind genug

Es sind die Worte Moritz Leuenbergers:

Eine Demokratie braucht politische Vielfalt und den Wettstreit der Ideen.

Leider scheint das für den Bundesrat selbst nicht so recht zu gelten. Leuenberger ist drauf und dran, Hans-Peter Tschudis Rekord (seit der Einführung der Zauberformel) zu brechen, der 14 Jahre lang dem gleichen Departement vorstand. Leuenberger ist im 13. Jahr als UVEK-Chef.

So etwas ist in den USA nicht möglich: Amerikanische Präsidenten müssen nach acht Jahren abtreten und können sich nicht erneut zur Wahl stellen. Nach acht Jahren sind neue Ideen und Vorstellungen gefragt – ansonsten droht Verkrustung und erhöhte Unzufriedenheit jener, die sich nicht vertreten fühlen.
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Echte Vorbilder sind nicht perfekt

Der Tipp, den ich meinen Cevi-Leitern auf den Weg gebe, gilt auch für Politiker:

Die landläufige Meinung, das beste Vorbild sei jemand, der keine Fehler macht, ist komplett falsch. Wir alle machen Fehler. Ein echtes Vorbild ist jemand, der die Grösse hat, seine Fehler einzugestehen, sich dafür entschuldigt und versucht, sie wieder gut zu machen, oder zumindest, sie das nächste Mal nicht wieder zu machen.

Unsere Bundesräte sind keine guten Vorbilder.

  • In der Mengele-Affaire hätte Couchepin hinstehen sollen, ehrlich sagen, dass ihm ein wirklich dummer Spruch über die Lippen gegangen ist, um sich dann mit einer wirklich versöhnenden Geste bei Mörgeli zu entschuldigen.
  • Auch Schmid hätte in der Affäre Näf sofort hinstehen sollen, seinen Fehler eingestehen und sich entschuldigen sollen. Er hat bis heute kein «Sorry» über die Lippen gebracht.

Ich möchte echte Vorbilder als Bundesräte, und keine, die versuchen Superman zu sein, einen Anschein von Perfektion und Fehlerlosigkeit zu erwecken.

Wer wird Couchepin’s Nachfolger?

Bundesrat 2008
Es gibt verschiedene Kandidaten, denen man in den nächsten Jahren einen Rücktritt aus dem Bundesrat zutrauen könnte. Eigentlich allen 4 älteren Herren. Leuenberger scheint allerdings schon so mit dem Sessel verwachsen zu sein, dass eine Operation notwendig ist. Merz wird als Amtsjüngster der 4 noch ein paar Jahre über sein nächstjähriges Präsidium im Gremium verbleiben. Für Schmid wird die Lage immer ungemütlicher, aber ich denke nicht, dass er der SVP den Gefallen tun wird, rasch den Hut zu nehmen. Er wird dem fehlendem Rückhalt zum Trotz das Präsidentschaftsjahr 2010 durchziehen.
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