Resilienz – eine überfällige Blog-Reaktivierung

Endlich habe ich es geschafft, meinen alten Blog aus dem Datennirvana zurückzuholen und ihm ein neues Design und einen neuen Namen zu verschaffen: Aus «Substanz» wird «Resilienz». Ich nehme mir vor, mit dem Blog in Zukunft ein spezielles Augenmerk auf die Widerstandsfähigkeit (oder Sturmfestigkeit) von Menschen, der Gesellschaft, der technischen Infrastruktur und der staatlichen Institutionen legen, darauf, wo diese Widerstandsfähigkeit abgegraben wird und wie sie verbessert werden kann. Ich meine, dass das Wort «Resilienz» viel stärker in den allgemeinen Wortschatz gehört. Grund genug, mein Blog unter diesen Titel zu stellen!

Aktueller Stand des Irrtums

Die Menschheitsgeschichte ist auch eine Geschichte der kolossalen Irrtümer. Ich mag das Magazin «NZZ Geschichte», unter anderem darum, weil es einem die Dummheit des Homo sapiens, äh Homo demens, immer wieder vor Augen führt. Ein paar Müsterchen aus der aktuellen Ausgabe gefällig?

Wieso die katholischen Gebiete der Eidgenossenschaft im 19. Jahrhundert die Industrialisierung verschliefen:
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Wieso die Kantone im 19. und 20. Jahrhundert ganze Bevölkerungsschichten brutal verfolgten:
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Wieso die deutschen Konservativen 1933 die Demokratie preisgaben:
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Was die Basler Polizei nach 1945 über Liebschaften von Schweizerinnen mit amerikanischen GIs dachte:
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Was Res Strehle und Jan Morgenthaler 1986 über die Informationstechnologie dachten:
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Und man merkt auch, dass die Menschheit diese Irrtümer oft lieber verdrängt, als aus ihnen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Menschheit wäre wohl schon einige Schritte weiter, wenn sie sich mehr darum bemühen würde, vergangene Fehler zu analysieren und Konsequenzen daraus zu ziehen. Und wenn das Bewusstsein vorhanden wäre, dass die nächste Generation sich über unsere eigenen Irrtümer ebenfalls prächtig unterhalten können wird.

In diesem Sinne ist mein Smartvote-Fragebogen zu den National- und Ständeratswahlen als eine Dokumentation meines aktuellen Stands des Irrtums zu verstehen:

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Ständeratskandidatur: Soll ich, oder soll ich nicht?

Piraten bitten mich, für den Ständerat zu kandidieren. Ich bin gerade unschlüssig, ob ich mir eine solche Aufstellung antun möchte.

Einerseits ist es verlockend. Es würden einige Argumente für eine Kandidatur sprechen:

  • Ich könnte jungen und netzaffinen Leuten, die im heutigen politischen System massiv unterrepräsentiert sind, eine Stimme geben, die ihre Grundhaltungen vertritt und ihre Ideen bekannter macht.
  • Ich könnte der Piratenpartei zu mehr Sichtbarkeit durch Medienpräsenz verhelfen und so deren politischen Einfluss erhöhen. Auch denke ich, dass ich das öffentliche Image der Partei verbessern und sie so für mehr Leute attraktiv machen könnte. Dies könnte auch die anderen Piraten motivieren, einen aktiveren Wahlkampf zu betreiben.
  • Ich könnte dadurch dazu beitragen, Zukunftsthemen wie Überwachung, Urheberrecht, Informationsfreiheit, Transparenz usw. auf die politische Agenda zu setzen bzw. sie dort zu halten. Ich könnte wirksamer dafür kämpfen, dass unsere Interessen nicht mit Füssen getreten werden und unsere Zukunft verbaut wird.
  • Ich könnte junge Menschen dazu inspirieren, selbst die Stimme zu erheben und sich politisch zu äussern.
  • Ich könnte mithelfen, die Wahl von Menschenrechtskiller Hans-Ueli Vogt und Polizeistaatsvertreter Daniel Jositsch zu verhindern, sowie die übrigen Kandidaten zwingen, in digitalpolitischen Themen klar Stellung zu beziehen.
  • Ich würde spannende Leute mit interessanten Ideen kennenlernen, und die politische Debatte würde mir Spass bereiten.
  • Ich könnte Erfahrungen sammeln, die ich sonst nicht könnte. Einmal im Leben Ständeratskandidat zu sein, kann doch nicht schaden, oder?
  • Die Bekanntheit durch den Wahlkampf könnte mir danach die eine oder andere Tür öffnen.
  • Ich könnte mir einigermassen genügend Zeit nehmen für einen Wahlkampf, da ich keine Familie oder anderweitigen Verpflichtungen habe.

Andererseits sind da einige Zweifel, ob das gelingen wird:

  • Ich habe zu wenig Medien-Erfahrung und Charisma, werde neben den geschliffenen Medienprofis eine schlechte Figur machen, mich vielleicht gar blamieren, und der Partei einen Bärendienst erweisen.
  • Die Medien würden meine Kandidatur eh nicht ernst nehmen und einfach ignorieren.
  • Die Rolle als Frontmann behagt mir auch gar nicht. Ich stelle lieber Sachthemen als meine Person in den Vordergrund. Ich politisiere lieber im Team aus dem geschützten Hintergrund. Ständeratswahlen sind aber nun mal Personenwahlen.
  • Ich habe zu wenig erfahrene Mentoren, zu mickrige Finanzen und eine zu kleine Parteibasis hinter mir, und ausserdem bin ich selbst zu verpeilt, um einen professionellen Wahlkampf hinzulegen, der wirklich Schwung hat.
  • Ich hätte die Kandidatur von langer Hand planen müssen. Die Vorbereitungszeit ist zu kurz.
  • Mein Name würde für immer mit der Piratenpartei verknüpft sein, das könnte bei der nächsten Stellensuche nicht gerade förderlich sein. Und, was würden wohl meine jetzigen Kunden denken?
  • Ich wäre der sechste männliche Kandidat. Die Frauenrepräsentation wird dadurch auch nicht besser.
  • Ich könnte meine Zeit, Mühe und Geld auch in meine berufliche Zukunft investieren oder damit auf Reisen gehen. Das wäre einfacher und stressfreier.

Ich, ich, ich… so. Was meint ihr? Würdet ihr eine Kandidatur begrüssen? Wer würde mich dabei unterstützen, wenn ich das Wagnis eingehen würde?

Smartvote-Fragen kommentiert

15800003698Ich kandidiere zum zweiten Mal für den Kantonsrat. Bei der Wahlhilfe Smartvote habe ich ich den Fragebogen ausgefüllt. Der Spider ist aufgrund der gestellten Fragen etwas anders herausgekommen als sonst üblich – weniger Umweltschutz und weniger Sozialstaat. Das sind die Fragen und meine Antworten und Kommentare dazu:

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Ein kleines Real-life-Experiment

Was geschieht, wenn sich ein paar Geeks und andere netzaffine Leute zusammentun zu einer politischen Partei, sich mit Bloggen nicht mehr zufriedengeben, sondern die Gesellschaft politisch gestalten wollen? Kann das funktionieren?

Viele sagen: Nein. Das ist naiv (wurde mir gerade heute wieder gesagt). Diese Piraten nehmen sich zu wichtig. Sie sind lächerlich – nur schon der Name! – und haben keine Ahnung von den echten Problemen in diesem Land.

Und die Leute, die das sagen, haben nicht nur unrecht. Es ist tatsächlich ziemlich unvernünftig, bloss wegen ein paar Anliegen zu einem Thema gleich eine Partei zu gründen. Aber: Wer nichts wagt, gewinnt nichts. Sich im Kleinen politisch zu engagieren, ist sowieso meistens «unvernünftig» – es ist bequemer, bloss über den Status quo zu lamentieren. Unser Land würde stillstehen, wenn alle bloss das machen würden, was Erfolg verspricht. Und darum ist es gut, gibt es das Experiment namens Piratenpartei. Wenn nichts draus wird, haben wir es wenigstens versucht.

Es ist aber nicht so, dass es die Piraten nicht ernst meinen. Der Name ist ironisch, aber die Anliegen sind ernst. Sie machen das nicht einfach aus Plausch. Sondern weil sie etwas zu sagen haben und kein geeignetes Gefäss vorhanden war, um sich zu äussern. Eine Wahlteilnahme ist ein solches Gefäss. Darum nimmt die Piratenpartei erstmals an einer Kantonsratswahl teil: Am 3. April 2011 im Kanton Zürich. Ihre Hauptanliegen auf kantonaler Ebene haben sie auf dem Werbeflyer so zusammengefasst:

Unbestechlichkeit durch Transparenz
Die Demokratie braucht informierte Bürger. Deshalb hat der Staat möglichst alle seine Geschäfte und Daten transparent und nachhaltig zugänglich zu machen. Parteien und Politiker müssen ihre Finanzen offenlegen, so wie das die Piratenpartei vormacht. Whistleblower brauchen einen wirksamen Schutz.

Überwachung der Überwacher
Die Überwachung der Bürger führt zu einer konformistischen Gesellschaft in Unfreiheit. Darum muss die ausufernde Überwachung, Fichierung und Datensammlerei eingeschränkt und demokratisch kontrolliert werden, so wie wir das mit einer Volksinitiative in Winterthur fordern.

Trennung von Staat und Kirche
Religion ist Privatsache. Der Staat hat sich nicht einzumischen – weder über die Schule noch durch das Eintreiben von Steuern oder das Gewähren von Privilegien für Kirchen. Stattdessen soll er sich auf die humanistischen Werte der Aufklärung besinnen.

Mehr Selbstbestimmung für alle
Wir sind gegen «Killerspiel»-Verbote, Netzsperren, Ladenöffnungszeitbegrenzungen, Drogenprohibition und andere «Schutzmassnahmen», die die individuelle Selbstbestimmung oder gar elementare Bürgerrechte einschränken. Wir setzen auf Bildung statt Verbote. Denn für Piraten ist der Freiheitsdrang stärker als die Angst!

Die Piraten denken freiheitlich, humanistisch und nachhaltig. Sie sind bereit, die Welt neu zu entwerfen und alte Denkmuster über Bord zu werfen. Und leider gibt es keine etablierte Partei, die diese Anliegen konsequent vertritt. Auch ich war politisch heimatlos. In der Piratenpartei habe ich Gleichgesinnte gefunden. Das ist der Grund, wieso ich nun Teil bin von diesem Real-life-Experiment und mich auf die Liste für die Kantonsratswahlen habe setzen lassen. Im Wahlkreis Winterthur-Land, ganz ohne Wahlchancen, einfach um die leise Stimme ein bisschen zu verstärken.

Daher wird sich dieses Blog in nächster Zeit ein wenig in ein Wahlkampfblog verwandeln.

Dies ist ein offenes Blog

Falls es unter meiner Leserschaft Leute gibt, die auch gerne mal etwas schreiben und veröffentlichen, jedoch kein eigenes Blog eröffnen möchten: Dieses Blog ist offen für Gastbeiträge. Die Beiträge müssen nicht zwangsläufig meine Meinung wiedergeben. Ich habe aber ein paar ungeschriebene Prinzipien, die auch für Gastbeiträge gelten.

Wenn dir also etwas unter den Nägeln brennt, wenn dir ein Gedanke gekommen ist, den du gerne mit einer etwas breiteren Öffentlichkeit teilen möchtest, oder wenn dir ein Erlebnis widerfahren ist, das auch andere interessieren könnte: Kontaktiere mich über das Kontaktformular.

Ich würde mich über Gastbeiträge sehr freuen.

Futter für den Feedreader

Seit ich einen Feedreader (namentlich NetNewsWire) in Betrieb habe, lese ich mehr am Bildschirm als auf Zeitungspapier. Ich kann meinen Leserinnen und Lesern, die noch keinen Feedreader nutzen, nur empfehlen, dies zu tun. Der grosse Vorteil an einem Feedreader ist, dass man nicht die einzelnen Blogs und Nachrichtenportale einzeln ansurfen muss um zu schauen, ob es etwas neues gibt. Stattdessen wird man informiert, wenns was Neues gibt. So kann man ohne Aufwand viele Blogs verfolgen, die nur sporadisch etwas Neues veröffentlichen.

Ich habe in meinem Feedreader aktuell 267 Feeds abonniert. Sie sind mein persönlicher Meinungs- und Newsmix. Manche davon lese ich regelmässig, bei vielen jedoch werfe ich nur sporadisch einen Blick drauf. Aus all diesem Futter möchte ich hier ein paar besondere Leckerbissen vorstellen. Manche, die ich regelmässig lese, die auch regelmässig etwas publizieren und die eine thematische Verwandtschaft mit diesem Blog haben, findet ihr auch in der rechten Spalte. Sorry denjenigen, die ich hier übergangen habe – die Auswahl wurde schon so ziemlich lang.

  • André Marty berichtet: Der SF-Korrespondent in Tel Aviv bringt einem in seinem Blog den Nahostkonflikt näher, als er es im Fernsehen tun kann.
  • Arabesken: Karim El-Gawhary lebt in Kairo und «berichtet vom arabischen Alltag, kommentiert die Ereignisse im turbulenten Nahen Osten und sucht Themen, die es nicht in die Schlagzeilen geschafft haben.»
  • S’ka problem!: Ein Blog über Albanien.
  • The Big Picture: Die besten Bilder zu den News – grossformatig, ohne Klickerei. Und oft auch Bilder, die keine Zeitung abdrucken könnte.
  • zoon politikon: Ali Arbia studiert internatioale Beziehungen in Genf und arbeitet nun an der Dissertation, weshalb er leider etwas etwas weniger häufig bloggt. Wohltuend unaufgeregt und analytisch.
  • polithink.ch: Interessantes neues Gemeinschaftsblog von jungen Politologen und Politologiestudierenden.
  • Robert Misik: Der Wiener Politik-Schriftsteller bloggt und vloggt unermüdlich.
  • Wahlkampfblog: Polit- und Kommunikationsberater Mark Balsiger analysiert vorwiegend Parteipolitik.
  • Stadtwanderer und Zoon Politicon: Die Blogs von Politanalytiker Claude Longchamps.
  • Journalistenschredder: Ugugu schreddert in wenigen Sätzen nicht nur Journalisten und schickt seine Leserschaft zu interessanten Fundstücken.
  • Medienspiegel.ch: Martin Hitz befasst sich mit «Entwicklungen und Trends in der Schweizer Medienbranche» und lässt auch Gastautoren zu Wort kommen.
  • blog.persoenlich.com: Hier bloggen Medien- und PR-Leute von Matthias Ackeret über Roger Schawinski bis René Zeyer.
  • BILDblog: Stefan Niggemeier und Lukas Heinser sind Unwahrheiten in den Medien auf der Spur. Und Ronnie Grob stellt werktäglich eine Medienschau zusammen.
  • Nation of Swine: Das Blog der WOZ-Journalisten Carlos Hanimann und Daniel Ryser. «Schwerpunkte: Schweizer Innenpolitik, gesellschaftliche Abgründe, ein bisschen Musik, ein bisschen Fussball und das tägliche Chaos.»
  • Constantin Seibt: Die Tagi-Edelfeder kann man nun auch abonnieren (wie die anderen Tagi-Journalisten auch). So verpasst man keinen Text von ihm.
  • Gesellschaft, Behinderung und die Invalidenversicherung (ivinfo): Mia berichtet intelligent über alles, was mit der IV und dem Erwerbsleben zu tun hat.
  • Zappadong: Die Schriftstellerin stösst immer wieder interessante gesellschaftliche und politische Debatten an.
  • Ws Blog: Und auch Philippe Wampfler tut das.
  • Augenreiberei, die; –: Titus Sprenger beackert seine Themen sehr ausführlich. Manchmal etwas zu langatmig, aber oft auch überraschend.
  • blog.flöschen: Flöschen bloggt vorwiegend über grüne Themen.
  • andreasvongunten.com: Andreas bloggt über netzpolitische und datenschützerische Themen.
  • Pantoffelpunk: kommentiert am liebsten in Bildern.
  • Dominique Strebel’s Blog: Der Jurist und Beobachter-Redaktor «beobachtet, wie Polizistinnen, Staatsanwälte, Gutachterinnen, Rechtsanwälte und Richterinnen das Recht anwenden.»
  • Batz: «soll der Schweizer Öffentlichkeit zeigen, was Schweizer Wirtschaftsprofessoren zu aktuellen Themen der Wirtschaftspolitik denken.»
  • Abzocker-Watch-Blog: Gebündelte Informationen über solche, die etwas viel in die eigene Tasche wirtschaften.
  • LAMM – Montagsmailer: Drei kritische Geister schicken den Unternehmen kritische Mails.
  • Andreas Kyriacou über Manches: Ein Blog zu Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, aber vor allem «zu religiösen und esotherischen Absurditäten».
  • Humanistischer Pressedienst: «präsentiert aufklärerische, humanistische und freigeistige Positionen» und «will konfessionsfreien Menschen eine Stimme geben».
  • Lupe, der Satire-Blog: Satirisches von «grad äne am Rhy».
  • Der Postillon: Deutsches Satireblog von Stefan Sichermann.
  • Sprachlog: «Alle Sprachgewalt geht vom Volke aus» – Kritik an Sprachkritikern von Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
  • neusprech.org: Gezielte Wortschöpfungen, die das Denken beeinflussen.
  • futurezone.ORF.at: Das Neueste aus dem Informationszeitalter. Leider nicht mehr lange.
  • gulli: «Hauptthemen bei gulli: Internet, Anonymität, Datenschutz und Entertainment»
  • netzpolitik.org: Ohne dieses Blog von Markus Beckedahl gäbe es vielleicht gar keine Netzpolitik.
  • Vimentis Dialog: Meinungen von Schweizer Politikern.
  • eDemokratie Politik-Blogs: Hier wird eine grosse Anzahl Schweizer Politik-Blogs zusammengeführt (deshalb habe ich manche hier nicht einzeln aufgeführt).
  • Rivva: Rivva lässt Artikel, die in der deutschsprachigen Blogosphäre und Twittersphäre Beachtung finden, obenauf schwimmen.

Flatterst du schon?

Es gibt ja so viele grossartige Dinge im Netz – Unterhaltendes, Inspirierendes, Informatives, Anregendes. Wenn ich etwas toll finde, kann ich dies vielerorts in den Kommentaren kundtun. Und ich kann den Link dazu weiterverbreiten. Beides ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Man kann damit seine Wertschätzung zeigen – aber wirklich etwas davon haben tut der Urheber des grossartigen Dings nicht.

Bis jetzt. Ein neuer Micropayment-Dienst namens Flattr ist nun in der geschlossenen Beta-Phase, und wer sich sputet, kriegt vielleicht dafür noch einen Zugang. Flattr ermöglicht mir drei Dinge: Ich kann damit Wertschätzung zeigen, ich kann damit einen Link promoten, und: Ich kann den Urheber mit richtigem Geld unterstützen. Und jetzt kommt der Clou: Dies alles mit einem einzigen Klick! Ich finde das ein vielversprechender Ansatz.

Wer also einen Flattr-Account hat, darf mich ab sofort unterstützen – und im Gegenzug werde ich auf meinen Surftouren stets nach einem Flattr-Button Ausschau halten.

Übrigens, ja, es gibt auch noch Kachingle, bei dem Ronnie auf dem 4. und Frau Zappadong auf dem 9. Platz der deutschsprachigen Charts liegen. Jedoch habe ich Kachingle nicht eingerichtet, weil mich zwei Dinge stören: Es wird dabei quasi ein Surfprofil meines Surfverhaltens erstellt, und man kann nicht im Anschluss an das Lesen/Hören/Anschauen entscheiden, ob man einen Beitrag unterstützen möchte – sondern es werden einfach die Anzahl Besuche gezählt, die man auf einer unterstützten Website abstattet.

Blogstatistik

Im November verzeichnete dieses Blog erstmals über 2000 Views – und dann warens gleich 3455. Möglich gemacht haben das fleissige Verlinker, bei denen ich mich hier mal herzlich bedanken möchte: Flöschen, Ugugu, André, Michael, nochmals Ugugu, Lupe, Titus, nochmals Ugugu, Bobsmile, Gebsn, Uertner, Thinkabout, Protostomia, der Postillon, M.M., Bruder Bernhard, Andreas, @thlang, @Ugugu sowie weitere Retweeter und anonyme Statusupdater. (Habe ich jemanden vergessen?) Möglich gemacht hat das aber auch Tante Google, die alle, die in Winterthur nach einem Minarett suchten, an mich verwiesen hat. Dieser Artikel hat den Rekord von insgesamt 568 Views, wobei anzumerken ist, dass in dieser Zahl all jene nicht inbegriffen sind, die den Artikel auf der Startseite, auf einer Schlagwortseite oder direkt im Feedreader lesen. Interessant war auch, dass plötzlich uralte Artikel wiederentdeckt wurden. Danke auch an die Stammleserschaft für die Treue! Blogstatistik weiterlesen

Internet-Piraten gegen Copyright-Magnaten

Seit einiger Zeit gibt es in diesem Blog in der rechten Spalte jeweils aktuelle Linktipps – statt dass ich sie sammle und poste. Zwecks Aufmerksamkeitserzeugung möchte ich ausnahmnsweise doch hier einen Linktipp posten:

Der Tagesspiegel: «Urhheberrecht: Die Ideen der anderen – Internet-Piraten gegen Copyright-Magnaten: kleine Einführung in die Ideologie des digitalen Freibeutertums»