Bilanz nach 6 Monaten bloggen

Heute vor 6 Monaten habe ich ein Experiment begonnen und meinen ersten Beitrag in diesem Blog verfasst. Zeit, eine vorläufige Bilanz zu ziehen:

  • Meine Hauptmotivation besteht darin, mich vertiefter mit Themen auseinanderzusetzen. Schreibt man selber, ist man gezwungen, der Sache tiefer auf den Grund zu gehen, als wenn man einfach nur Zeitung liest oder mündlich diskutiert. Diese Motivation ist unvermindert vorhanden.
  • Gefreut haben mich immer die vielen Kommentare, insbesondere auch von Leuten, die man sonst nur vom Fernsehen kennt ;-). Sie haben mich oft angeregt, nochmals genauer über ein Thema nachzudenken. Bei dieser Gelegenheit: Merci! Ich hoffe, ich vergraule euch nicht, wenn ich manchmal etwas (zu) bestimmt entgegne…
  • Die Besucherzahlen sind stetig wachsend, wenn auch noch auf recht bescheidenem Niveau. Es gibt jeweils grosse Ausschläge, wenn ein Beitrag von einem bekannteren Blog oder einer Website verlinkt wird. Manche Themen laufen besser (z.B. Neue Medien), andere schlechter. Ein provokativer Titel (und auch ein etwas provokativer Inhalt) ist immer gut.
  • Eigentlich würde ich gerne öfter selber etwas recherchieren, statt nur Standpunkte zu vertreten. Aber das ist sehr zeitintensiv, und man arbeitet ja auch noch…
  • Dass ich anonym blogge, hat bisher noch niemand bemängelt. Ich habe mich dazu entschieden, weil ich zumindest vorderhand nicht will, dass man alle meine politischen Standpunkte ergoogeln kann. Wer meinen Namen wissen wollte, hat ihn bestimmt längst herausgefunden. Auch per Mail gebe ich breitwillig Auskunft. Ich werde das auch weiterhin so handhaben.
  • Die Suchmaschinenquerys haben so manche Überraschung gebracht. «Linda Züblin» hat bisher den Rekord. Rund um Olympia haben viele nach ihr gesucht und anscheinend nichts besseres als das kurze Zitat auf meinem Blog gefunden. Wie viele nach «nackten Kindern» suchen, stimmt mich hingegen nachdenklich.
  • Gelernt habe ich auch so manches über die Funktionsweise der Blogosphäre. Es scheint mir, es gäbe hier noch Entwicklungspotenzial. Mit Twitter konnte ich mich hingegen bisher noch nicht anfreunden.

Bis jetzt ist es mir also noch nicht verleidet, und so werde ich weiterbloggen.