Belohnte Penetranz – bitte: Bettelverbot!

Kommt man als Zürcher nach Bern, fallen einem die vielen Bettler auf. Ich frage mich: Gibt es hier die richtigen Anreize?

Um die Situation des Bettlers längerfristig zu verbessern, ist betteln sicher der falsche Ansatz. Der Bettler sollte ein Ziel haben, wie er sich nützlich machen kann, und darauf hinarbeiten.

Als Bettler steht er im Wettbewerb zu anderen Spendensammlern. Dabei hat nur Erfolg, wer penetrant auftritt, sich den Passanten in den Weg stellt, eine mitleidserweckende Krankheit vortäuscht usw. Während diese sich in ihrer Aufsässigkeit überbieten, kommen andere zu kurz, die nicht so penetrant auftreten, aber Unterstützung ebenso nötig hätten.

Wenn ich etwas spenden möchte, möchte ich das Geld nicht dem Penetrantesten geben, sondern demjenigen, der es am Nötigsten hat.

Um die Unterstützung gerecht zu verteilen, gibt es die Sozialhilfe, die faire Kriterien anwenden kann. Ausserdem müssen sich bei der Sozialhilfe mit den Steuern alle beteiligen, womit auch Geiz bei den Wohlhabenden nicht belohnt wird.

Das soziale Netz muss so gespannt sein, dass niemand betteln muss, sondern dass alle an der langfristigen Verbesserung ihrer Situation arbeiten können. Daher gehört das Betteln auf öffentlichen Plätzen verboten!

Ausserdem sollten auch Spenden sammelnde Organisationen nicht für ihre Penetranz belohnt werden – deren unsäglicher LSV-Überschnorrerei muss ein Ende gesetzt werden.